Mit der „Schneeknutschkugel“ ins verschneite Coerder Wäldchen

Normalerweise titelt der Verein „Mit dem Skibus ins Sauerland“, doch am zweiten Februarwochenende hieß es für uns, Marion und Claudia, „Mit der Schneeknutschkugel ins Coerder Wäldchen zum Langlaufen!“

Bereits am ersten Schneewochenende in Münster sind wir zu Fuß nach Coerde gelaufen und haben dort am Sonntag, dann mit Ski, eine Runde durch das Coerder Wäldchen, Richtung Rieselfelder und am Kanal entlang gedreht und sind am Montag dann mit den Ski am Kanal entlang von Coerde aus ins Südviertel bis vor die Haustür gelaufen. Nachdem das so gut ging, war für uns klar, dass wir dies am zweiten Schneewochenende wiederholen wollten, zumal bestes Wetter angekündigt war. Also hieß es für uns Kurzurlaub bei Muttern. Die Ski und Schuhe in die Knutschkugel gepackt, welche letztes Jahr in der Schweiz bereits ihre Schneetauglichkeit bewies, ging es Samstagmittag Richtung Münsters Norden.

Auf die Bretter, fertig, LOS! Das dachten sich auch andere Langläufer*innen; etwa einer Hand voll weiterer Langläufer*innen sind wir begegnet. Unsere erste Runde haben wir auf der Wiese im Coerder Wäldchen gedreht, auf der sonst gerne Heißluftballone starten. Und da dort noch keine Langläufer*innen vor uns waren, legten wir uns eben selbst eine Spur.

Musik: A Strange Feeling, Musiker: Michael Ramir C., URL: https://mixkit.co/, License: https://mixkit.co/terms/
 

„Claudia das Loipenspurgerät“ – muss amüsant ausgesehen haben bei dem tieferen Schnee, der sich wie ein Trampolin anfühlte und die Ski komplett verschlang. Nach zwei, drei Runden ging es weiter durch den Wald auf eine andere Freifläche samt Rollentausch – nun hieß es „Marion das Loipenspurgerät“. Immer schön am Rand entlang kam uns bald eine weitere Langläuferin entgegen, die uns erzählte, dass weiter hinten auf der Fläche bereits eine Loipe gelegt sei. Und was für eine! Eine schöne Acht, laut Handymessung immerhin etwa 800m. Unsere Mutter alias „persönliche Übungsleiterin“ war zu Fuß mit und hielt das Ganze auf unzähligen Fotos und Videos fest. Also hieß es auf und ab laufen, dabei ein bisschen an der Technik feilen und natürlich auch ohne Stöcke laufen, aber vor allem: genießen! Die Zeit verflog und so sind wir erst bei Sonnenuntergang zurückgelaufen, ein bisschen Kitsch muss dabei ja auch sein. Abends gab es standesgemäß selbstgemachte Kasnockn, so kam noch einmal mehr Skiurlaubsfeeling auf.

Am Sonntagmorgen klingelte recht früh der Wecker, um die tollen Bedingungen nochmals ausnutzen zu können, denn ab Mittag sollte es schon wärmer werden. Also raus aus den Federn und rauf auf die Bretter. Unsere selbst gelegte Spur war noch heile und wurde dank der Kälte nachts fester, sodass auch die sich wunderbar laufen ließ. Auf der „Acht“ trafen wir ein älteres Ehepaar, von dem wir erfuhren, dass sie schon Montag die Loipe gelegt hatten und sie jeden Tag entlangliefen und somit optimal pflegten. Am Sonntag machten wir eindeutig mehr Strecke und weniger Fotos. Man könnte glatt meinen, dass das zusammenhängt. Claudia lief ganze Runden ohne Stöcke (wie auch sonst…) und Marion legte immer wieder Zwischensprints ein, sodass das Ehepaar anerkennend bemerkte „Sie trainieren ja richtig!“. Und wie gerne wir noch weitere Tage „trainiert“ hätten! Zum späten Mittag gab’s leckeren Kaiserschmarrn, der den kurzen Skiurlaub perfekt abrundete.

Nun, einige Zeit später, sind unsere Loipen verschwunden und es war schon fast 30 °C wärmer. Allmählich ist auch der letzte Split von den Straßen verschwunden, sodass wir Ski gegen Inliner tauschen und damit unsere Runden drehen – hoffentlich bald auch wieder, wie letztes Jahr, in der Gruppe mit anderen aus dem Verein!

Text & Fotos: Claudia und Marion Kons